Heubödeli

Bei der Alp Heubödeli handelt es sich um eine Ziegenalp, die zu Findels gehört. Die Weiden erstrecken sich 1508 m. ü. M. bis hin zum Gipfel des Muntalunas auf 2400 m. ü. M.. Etwa auf 1800 m liegen die bescheidenen Gebäulichkeiten, bieten den Ziegen Witterungsschutz und dem Hirten eine Unterkunft.

Seit 2012 ist Roth Jakob Alpmeister des Heubödelis, unterstützt wird er in seiner Tätigkeit von seiner Partnerin. Während des ganzen Alpsommers werden die Ziegen von Dietrich Sepp behirtet, was für einen 76-Jährigen ganz schön anstrengend sein kann. Obwohl die Weiden sehr gut umzäunt sein müssen, finden die Ziegen immer wieder einen Weg zu entkommen. Die Besitzer der Ziegen kommen fast aus der ganzen Schweiz, vom Tessin bis Schaffhausen bringen Landwirte, Züchter und Hobbyziegenhalter ihre Vierbeiner zur Sömmerung ins Heubödeli.

Die Ziegenalp dient vor allem der Rückgewinnung der, für die Alp Findels wichtigen, verbuschten Weiden. Es gibt wohl kaum eine effizientere Erlenbekämpfung in den Alpen, als mit den meckernden Vierbeinern. Eifrig knabbern sie die Rinden der Erlen ab, woraufhin diese absterben und durch Hirten und Helfer abgeräumt werden können. Ein wichtiges Anliegen der Alp Heubödeli ist es aber auch, die Ziegenhaltung zu fördern und den vielseitigen Nutzen der gewitzten Wiederkäuer aufzuzeigen.

Leider hat auch er seit dem Sommer 2015 mit den Auswirkungen des Calanda-Wolfsrudels zu kämpfen. Trotz enger Einzäunung und dem Einsatz von 2 Herdenschutzhunden haben es die Wölfe trotzdem geschafft, Ziegen zu reissen. Neben den toten Tieren verletzten sich auch viele Geissen bei der Flucht durch Sturz oder an den im Weidegebiet vorhandenen Felsen. Alpmeister Köbi Roth hat sich deshalb schweren Herzens entschieden, das Weideregime im 2016 extrem zu ändern. An Stelle der bis anhin 350 – 400 Ziegen werden künftig noch ca. 50 – 70 Ziegen auf dem Heubödeli anzutreffen sein. Gleichzeitig wird er den Bestand an Yaks und Grauvieh-Mutterkühe stark erhöhen. Die Yak auch als tibetanischer Grunzochse bekannten Tiere sind eher scheu, doch aufmerksame Besucher werden sie sicher irgendwo in den Hängen des Muntaluna entdecken.

 

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